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Stumme Gewalt

Nachdenken über die RAF. Taschenbuch
Verkaufsrang10095in
TaschenbuchKartoniert, Paperback
192 Seiten
Deutsch
Verfügbare Formate
TaschenbuchKartoniert, Paperback
CHF13.80
E-BookEPUBWasserzeichenElectronic Book
CHF11.00
CHF13.80
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Produkt

KlappentextAm 30. November 1989 wurde der Vorstandssprecher der Deutschen Bank Alfred Herrhausen in Bad Homburg mit einer Sprengladung getötet - einer der letzten Morde der Rote Armee Fraktion.
Achtzehn Jahre lang hat die Journalistin und Autorin Carolin Emcke geschwiegen zu dem Terror der RAF und damit auch über das Attentat an ihrem Patenonkel Alfred Herrhausen.
In diesem berührenden, so persönlichen wie politischen Text plädiert die Autorin dafür, endlich das eisige Schweigen zwischen Tätern und Opfern des RAF-Terrors zu brechen. Sie plädiert jenseits von juristischer Sühne (oder Gnade) für einen gesellschaftlichen Dialog, für eine Aufklärung im emphatischen Sinne. Freiheit gegen Aufklärung - nur das könnte, Carolin Emcke zufolge, dabei helfen, die Epoche des deutschen Terrors wirklich zu begreifen. Der Text ist ein moralisches Plädoyer gegen Gewalt, aber auch gegen Rache und Verachtung als gesellschaftliche Antworten darauf.
Details
ISBN/GTIN978-3-596-18033-2
ProduktartTaschenbuch
EinbandartKartoniert, Paperback
Erscheinungsjahr2010
Erscheinungsdatum15.01.2010
Auflage3. A.
Seiten192 Seiten
SpracheDeutsch
MasseBreite 126 mm, Höhe 192 mm, Dicke 12 mm
Gewicht150 g
Artikel-Nr.6378739
Rubriken

Inhalt/Kritik

Vorwort»Vielleicht wünsche ich mir nur, dass die Mörder mutiger wären. Dann getrauten sie sich endlich, über ihre Taten zu sprechen.«

Autor

Emcke, Carolin
Carolin Emcke, geboren 1967, studierte Philosophie in London, Frankfurt/Main und Harvard. Sie promovierte über den Begriff 'kollektiver Identitäten'. Von 1998 bis 2013 bereiste Carolin Emcke weltweit Krisenregionen und berichtete darüber. 2003/2004 war sie als Visiting Lecturer für Politische Theorie an der Yale University. Sie ist freie Publizistin und engagiert sich immer wieder mit künstlerischen Projekten und Interventionen, u.a. die Thementage 'Krieg erzählen' am Haus der Kulturen der Welt. Seit über zehn Jahren organisiert und moderiert Carolin Emcke die monatliche Diskussionsreihe 'Streitraum' an der Schaubühne Berlin. Für ihr Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus, dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen und dem Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2016 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei S. Fischer erschienen 'Von den Kriegen. Briefe an Freunde', 'Stumme Gewalt. Nachdenken über die RAF', 'Wie wir begehren', 'Weil es sagbar ist: Über Zeugenschaft und Gerechtigkeit' sowie 'Gegen den Hass'. 'Emckes Texte halten die Frage lebendig, ob es gleichgültig ist, wenn Menschen übertönt werden und verstummen, während andere beredt ihre Macht ausüben.' Elisabeth von Thadden, Die Zeit'Gut also, dass mit dem Friedenspreis [...] eine Autorin ausgezeichnet wird, die erfolgreich an der moralischen Aufladung der politischen Auseinandersetzung des öffentlichen Geredes arbeitet.' Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung Literaturpreise:'Das Politische Buch' der Friedrich-Ebert-Stiftung (2005) Förderpreis des Ernst-Bloch-Preises (2006) Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie Essay für den Beitrag 'Stumme Gewalt', erschienen im 'ZEITmagazin' vom 06.09.2007 (2008) Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus 2010 Deutscher Reporterpreis 2010 für die beste Reportage Journalistin des Jahres 2010 (ausgezeichnet vom 'medium magazin') Journalistenpreis für Kinderrechte der Ulrich-Wickert-Stiftung 2012 Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Dichtung und Sprache (2014) Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2015) Preis der Lichtenberg Poetik-Dozentur (2015) Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2016)
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